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Laura Kastner

Das ist meine Großmutter väterlicherseits. Sie hieß Laura Kastner und war eine geborene Rosenbaum.

Meine Großmutter hatte ein sehr schweres Leben, denn sie war schon in jungen Jahren Witwe geworden.

Sie hat kaum freundlich geschaut. Sie war immer sehr ernst, sehr griesgrämig.

Ich kann mir vorstellen, dass sie nie wieder einen Mann gesehen hat, seit sie verwitwet war.

Sie hatte eine Perücke und hat hundert Prozent alles Religiöse eingehalten, was Vorschrift war.

Sie hat koscher gekocht und jede Woche Schabbat gehalten.

Laura Kastner mit ihren Kindern Ludwig und Desider Kastner und Ilona Stössl

Das sind meine Großmutter Laura Kastner, geborene Rosenbaum, mein Vater Ludwig Kastner, sein Bruder Desider Kastner und die Schwester Ilona Kastner, später verheiratete Stössl.

Als mein Vater und sein Bruder Desider älter waren, wurden sie Lehrbuben bei dem Bruder meiner Großmutter und arbeiteten mit im Geschäft.

Nach dem Krieg arbeitete mein Vater in Pressburg in einem Eisengeschäft, und später eröffnete er zusammen mit seinem Bruder ein kleines Geschäft.

Josef , Esther und Jenö Grünberger

Das sind Josef und Esther Grünberger, die Eltern meines Mannes mit ihrem jüngsten Sohn.

Die Eltern sind in Polen, im KZ Auschwitz- Birkenau, ermordet worden.

Ich habe sie also nie kennen gelernt. Jenö, der jüngste Bruder meines Mannes wurde Augenarzt und ist 1963 mit seiner Familie von Prag nach Israel ausgewandert. Jenö starb am 17. Oktober 2000 in Israel.

Maximilian Horsky

Dieses Foto zeigt meinen Mann als erfolgreichen Getreidehändler und Vater eines Sohnes und einer Tochter.

Seine Frau und seine Kinder haben den Holocaust nicht überlebt. Auf diesem Foto ist mein Mann nach der letzten Mode gekleidet.

Wer hätte damals gedacht, was wenige Jahre später passieren wird.

Nach dem Krieg habe ich in Karlsbad [Tschechien], im Hotel Pupp, meinen Mann Maximilian Grünberger kennen gelernt.

Maximilian Horsky

Hier sieht man meinen Mann nach Ableistung seines dreijährigen Wehrdienstes. Er ist wieder zu Hause und kann sich seinem Getreidehandel zuwenden.

Nach dem Krieg habe ich in Karlsbad [Tschechien], im Hotel Pupp, meinen Mann Maximilian Grünberger kennen gelernt.

Er war 15 Jahre älter als ich und hatte seine Frau und seine zwei Kinder im Holocaust verloren.

Er war zuerst im ungarischen Arbeitslager Sarospatak und ist dann ins KZ Mauthausen [Österreich] deportiert worden.

Ludwig Kastner während des 1. Weltkrieges als k.u.k. Soldat

Das ist mein Vater Ludwig Kastner als Soldat im 1. Weltkrieg.

Im 1. Weltkrieg waren mein Vater und mein Onkel Desider Kastner Soldaten bei der k. u. k. Armee.

Nach dem Krieg hat mein Vater in Pressburg in einem Eisengeschäft gearbeitet.

Er hat Eisenhändler gelernt und später mit seinem Bruder Desider ein kleines Geschäft eröffnet.

Das kleine Geschäft wurde dann im Laufe der Zeit ein großes Geschäft - sie waren ziemlich erfolgreich.

Bernhard Wetzler

Das ist mein Großvater Bernhard Wetzler.

Mein Großvater mütterlicherseits wurde um 1880 in Dunaszerdahely [Dunajská Streda, Slowakei] geboren. Seine Muttersprache war Ungarisch.

Er hat den Weingroßhandel seines Vaters Josef weitergeführt. Ich weiß, dass er drei Brüder und vier Schwestern hatte.

Er starb 1935 und nach seinem Tod hat den Weingroßhandel sein Sohn Josef übernommen.

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