Languages: 
English

Paul Back mit seinen Eltern Miriam und Leo Hochbaum

Das bin ich mit meiner Mutter Miriam und meinem Vater Leo Hochbaum.

Meine Eltern haben 1926 geheiratet. Mein Vater Leo Hochbaum war Bankbeamter.

Wir wohnten zusammen im 3. Bezirk, in Erdberg. Seltsamerweise habe ich außer diesem Foto von meinem Vater kaum irgendwelche Erinnerungen an ihn, das alleine ist doch schon bezeichnend. Er dürfte sich wenig zu Hause aufgehalten haben.

Es ist ja auch kein Zufall, daß sich meine Mutter im Jahre 1935 scheiden liess, also nach zehn Jahren Ehe. Er dürfte sich viel zu wenig mit seiner Familie beschäftigt haben.

Max Back an der Alten Donau

Das ist mein Stiefvater Max Back in der Alten Donau.

Mein Stiefvater war bis 1934 in Wien bei der Polizei. Die Polizei hatte für ihre Mitarbeiter an der Alten Donau ein Wochenend Schutzhaus, in dem auch meine Mutter und ich unsere Freizeit verbrigen durften.

Die Familie Back war aus der Slowakei, aus Nitra. Max Back war zuerst ein guter Freund meiner Mutter. Mit ihm ging sie sehr viel aus.

Max Back trat an die Stelle meines leiblichen Vaters, in dem er sehr oft bei uns war, mit uns wegging.

Miriam Hochbaum vor der Emigration auf einem Umschulungskurs

Das ist meine Mutter während eines Friseurkurses im Jahre 1938.

Meine Mutter hat, da sie keine andere Möglichkeit für uns sah als die Emigration, die Möglichkeit wahrgenommen, an einem Friseur Umschulungskurs teilzunehmen.

Von diesen Kursen gab es verschiedene, und sie waren extra dafür eingerichtet, Menschen in Berufe einzuschulen, die es erleichtern sollten, in dem neuen Land arbeiten zu können. Sie hat aber später nie den Beruf einer Friseuse ausgeübt.

Lea Seliger im Kreise ihrer Freundinnen in Wien

Das ist Lea, die älteste Schwester meiner Mutter.

Gelebt hat sie mit ihrem Mann Heinrich Seliger und ihrem Sohn Fritz in Ottakring [Anm. 16. Bezirk] in einem gutbürgerlichem Haus in gutem Einvernehmen mit den anderen Hausbewohnern.

Sie lebten sehr traditionell mit streng koscherem Haushalt und engen Beziehungen zu jüdischen Einrichtungen.

Der Kantor der jüdischen Gemeinde ging bei ihnen ein und aus.

Die Nachbarn haben das akzeptiert, und sie haben einen sehr guten Umgang miteinander gepflegt.

Izchak Feder mit seiner Faru Zilli, geborene Türkisch und Tochter Ruth

Das ist mein Onkel Izchak mit seiner Frau Zilli und der Tochter Ruth in Wien vor dem Holocaust.

Onkel Izchak hatte den Beruf des Uhrmachers erlernt und hatte in Wien einen kleinen Laden in der Kaiserstrasse mit Uhren und Schmuck.

Seine Frau Zilli, geborene Türkisch, und er haben im 9. Bezirk gewohnt.

Sie hatten eine Tochter Ruth, die in meinem Alter ist. Im Jahre 1939 flüchteten sie nach Australien.

Simon Feder mit seiner ersten Frau Kitty

Das ist mein Onkel Simon mit seiner ersten Frau Kitty.

Mein Onkel Simon war gelernter Elektriker und besaß in Wien ein Radio- und Elektrikgeschäft. Er hatte keine Kinder. Ihm und seiner nichtjüdischen Frau Kitty ist die Flucht nach Shanghai gelungen.

Als die Japaner Shanghai bombardierten, hat er einen Splitter abbekommen. Nach Kriegsende ging er nach Australien und hat mit meinem anderen Onkel zusammen ein Geschäft geführt.

Kitty und er ließen sich nach dem Krieg scheiden und sie ging nach Melbourne.

Pesie Feder

Meine Großmutter Pesie Feder, geborene Mühlgrom, Tochter des Leib und der Dobrisch Mühlgrom.

Meine Großmutter gebar fünfzehn Kinder , von denen zehn am Leben blieben. Sie wurden traditionellem erzogen

Meine Großmutter war das Zentrum der Familie. Sie hatte viel zu bewältigen und immer alle Hände voll zu tun. Sie war wahrscheinlich durch ihr schweres Leben hart geworden, war nicht sehr zärtlich, und sie durfte ja auch niemanden bevorzugen; sie hat ihre Gefühle nicht gezeigt.

Stránky

Subscribe to RSS - Austria
glqxz9283 sfy39587stf02 mnesdcuix8
glqxz9283 sfy39587stf03 mnesdcuix8